SPD-PLW Markt Altdorf

SPD Stammtisch - Intensive Diskussionen

Veröffentlicht am 19.02.2011 in Presse

Simon Rückl (2.v.l.) mit SPD-Vorsitzendem Hans Seidl, 3.Bürgermeister Georg Wild und Fraktionssprecher Manfred Leneis

Der Stammtisch am 14. Februar war geprägt von intensiven Diskussionen, die von der Fernwärmeversorgung in Altdorf über die unerträgliche Situation vieler Leiharbeiter bis hin zu den Folgen der arabischen Revolutionen reichten. Ein eindrucksvoller Beweis für einen lebendigen Ortsverein.

“Die Bürger erhoffen sich, beim kommunalen Vorhaben zum Aufbau eines Fernwärmeversorgungs-Netzes informativ ständig auf dem Laufenden gehalten zu werden”. Mit dieser Anmerkung hat Hans Seidl die Vorstellung vieler Eigenheimer zu diesem aktuellen Thema zum Ausdruck gebracht. “Diese geplante Fernwärmeversorgung ist hier die ökologisch sinnvollste Energie der Zukunft”, betonte der SPD-Vorsitzende.
Die SPD-Versammlung am Montag im Gasthaus “Frauenbauer” nutzte 3.Bürgermeister Georg Wild im Beisein fast aller Fraktionskollegen auch dazu, dem langjährigen Marktgemeinderat Simon Rückl zum Siebzigsten zu gratulieren. “Der Jubilar hat viele Zeichen im kommunalen Leben gesetzt”, bekräftigte Georg Wild. Seit 1990 gehört Simon Rückl dem Marktgemeinderat an. Hier war er zeitweilig auch Fraktionssprecher. Heute ist er im Hauptverwaltungsausschuss und im Wasserzweckverband der Isar-Gruppe vertreten.
Bereits seit 14 Jahren engagiert sich Simon Rückl als Vorstand des Altdorfer Männerchores. Zwölf Jahre lang war er Kassier des DJK-Sportvereins. Beruflich war Simon Rückl auch Personalratsvorsitzender des Bahnhofs Landshut, dann von 1982 bis 2000 freigestellter Personalrat. Jahrzehntelang hat er damit die Eisenbahnerkollegen vertreten und hierbei die schwierige Umwandlung des einstigen Staatsunternehmen in eine private Gesellschaft begleitet.
Die Berichterstattung über die aktuelle Tagespolitik eröffnete Hans Seidl mit einer deutlichen Kritik an der Gesundheitsreform, bei der erstmalig der Weg der paritätischen Beitragserhebung verlassen worden sei. “Arbeitnehmer und Rentner müssen nun mehr als die Arbeitgeber und Rentenkassen bezahlen. Und diese ungleiche Beitragserhebung werde sich in den kommenden Jahren noch verschärfen”, prognostiziert der SPD-Vorsitzende.
Auch die Entlohnung der Leiharbeiter ist, so Hans Seidl, ein gesellschaft-liches Problem. “Oft werden Hunger-Löhne bezahlt”. Bei den Hartz-IV-Verhandlungen muss dieses Entlohnungs-System angegangen werden, wünscht sich der SPD-Vorsitzende. Anderenfalls sind immer mehr Arbeitnehmer auf sogenannte “Aufstocker-Leistungen” angewiesen.
“Die bundesdeutschen Kommunalfinanzen sind im Vorjahr auf Talfahrt gewesen”, berief sich Fraktionssprecher Manfred Leneis auf aktuelle Meldungen. Nach seinen Worten bekommt auch Altdorf diese Entwicklung zu spüren. Sorgen bereitet, wie hier Altbürgermeister Josef Sehofer nachhakte, die Währungspolitik. “Die Werthaltigkeit des Euros ist zunehmend gefährdet”. Der Altbürgermeister verwies darauf, dass der Bundesbankpräsident Axel Weber auch deshalb zurücktrete, weil er wegen seiner Forderung für einen stabilen Euro zu wenig von der Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt werde.
Die Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten werden die “Euro-päische Gemeinschaft” in den kommenden Jahren noch stark heraus-fordern”, erwiderte Marktgemeinderat Michael Kapfhammer auf diesbezügliche Fragen eines Zuhörers. Viele Armutsflüchtlinge werden versuchen, nach Europa zu kommen. “Was sich derzeit vor und auf der italienischen Mittelmeer-Insel Lampedusa abspielt, das ist erst der Anfang einer sich anbahnenden Flüchtlingswelle, es sei denn, die Lebens-verhältnisse in diesen Staaten können entscheidend verbessert werden”, zeigt sich Altbürgermeister Josef Sehofer überzeugt.

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