Hortplätze für Schulkinder werden knapp

Presse

Seit fast einem Jahrzehnt in der Diskussion: Die Sanierung der Altdorfer Grundschule

Grundschulsanierung bleibt Dauerthema– Mehr Autobahn-Lärm befürchtet

Die überfällige und seit fast zehn Jahren diskutierte Sanierung der Grundschule wird sich zeitlich weiter verzögern. Dieses Resümee zog Hans Wagner, der davon ausgeht, dass  in dieser Wahlperiode (2014 – 2020) kaum mehr ein Baubeginn sein wird. Dabei begründete der SPD-Ortsvorsitzende seine Einschätzung mit der jahrelangen und noch andauern-den, gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem nicht mehr gewollten Architekturbüro sowie mit den neuen Ausschreibungs- und Auswertungsfristen, die zuvor die Marktgemeinderätin und Architektin Christine Kollmeier erläutert hatte.

Bei diesem im Pfettracher „Alten Schulhaus“ anberaumten Treffen ins-besondere der Kandidaten, die bei der Kommunalwahl 2014 auf der SPD-PLW-Liste angetreten waren, zogen diese zunächst eine „Halbzeitbilanz“. Als eine ganz aktuelle Herausforderung sieht die Fraktionssprecherin Sabine Wimmer eine zunehmende Verknappung von Plätzen im Schülerhort und in der „Mittags-Betreuung“. Nach ihren Worten besteht hier ein dringender Handlungsbedarf, um ab dem Schuljahr 2017/18 weitere Plätze bereitstellen zu können.

Nach Angaben des 2.Bürgermeisters Georg Wild wurde in diesem Schuljahr die steigende Nachfrage bei Hortplätzen nur durch die Aufstockung der „Mittags-Betreuung“ um 25 auf nun 100 Plätze und einer gleichzeitigen Ausweitung der täglichen Betreuungszeit bei einer Gruppe auf 15:30 Uhr vorübergehend gelöst. Dafür gebühre der AWO der Dank der Eltern.

Deutliche Kritik übte Georg Wild auch an den Vorgaben des Freistaats Bayern. „Im Kindergarten gibt es noch eine Ganztags-Betreuung, aber Erstklässler lässt der Staat bereits in Stich“. Was sollen Eltern oder Alleinerziehende tun, wenn sie ganztags arbeiten müssen, aber ihr Kind bereits ein Unterrichtsende von täglich 11:20 Uhr hat ?, fragte der Kommunalpolitiker. Die Schule kann, da auch die mobile Lehrer-Reserve ausgereizt ist, dieses Problem nicht alleine lösen.

Die Verkehrslärm-Immission von der durch das Marktgebiet verlaufenden Autobahn wird, so stellvertretende Landrätin Christel Engelhard, nach der Anbindung der Regensburger Autobahn bei Ohu erheblich zunehmen. Dazu Marktgemeinderat Hans Seidl: „Ich bin überzeugt, dass die dem Planfeststellungsbeschluss zugrunde liegenden Daten hier nicht mehr eingehalten sind. Marktgemeinderat Michael Kapfhammer verwies dazu auf den schon vor 1½ Jahren gestellten Antrag der SPD-PLW-Fraktion an den Bürgermeister, diesbezüglich tätig zu werden. “Bis heute ist aber das Ergebnis nicht bekannt“.

Wie bereits im Vorjahr, brachte Hans Wagner seine Sorge über die Personalkosten-Entwicklung der Marktgemeinde zum Ausdruck. Nach seiner Auffassung könne die Kommune nicht davon ausgehen, dass die Wirtschaft dauerhaft so gut wie derzeit läuft. „Dann hat Altdorf als finanzschwache Kommune sehr schnell ein Problem“.

Zum geothermalen Vorhaben gibt es, so Georg Wild, nichts neues zu berichten. Ein Fortschritt zu einer wirtschaftlich nachhaltigen Finanzierung ist hier nicht erkennbar. Mit dem Bau eines neuen Feuer-wehrhauses in Eugenbach wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 begonnen, schloss der Kommunalpolitiker seine Ausführungen.

 
 

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