Hohe Priorität für berufliche Bildung

Kreistagsfraktion

SPD-Fraktionen aus Stadt und Land besuchen den Neubau der Berufsschule I

Das ist nicht der normale Alltag in einer Bildungseinrichtung: Während in den Klassenzimmern Schüler versuchen, möglichst viele Informationen für ihr Berufsleben zu sammeln, schrauben und hämmern im Treppenhaus noch die Handwerker und vor den Fenstern dreht ein Kran seine Runden. Doch Schulleiter Josef Obermaier ist heilfroh, den sozialdemokratischen Kommunalpolitikern aus Stadt und Land schon einmal diesen Status zeigen zu können. Viele Jahre hat er um eine Verbesserung der Gebäudestruktur gekämpft und nun kann er mit einiger Zufriedenheit den erst vor wenigen Wochen bezogenen ersten Abschnitt und gleichzeitig größten Baukomplex der umfangreichen Neugestaltung zeigen. Obermaier drückte zunächst auch im Namen seines Kollegen Johann Frank von der auf demselben Areal untergebrachten Berufsoberschule den Dank der Schulfamilie an den Zweckverband aus, hinter dem die Stadt und der Landkreis Landshut stehen. Es werde mit Sicherheit ein großer Wurf gelingen, der zwar viele Millionen Euro Steuergelder verschlinge, aber für die bestmögliche berufliche Bildung der Jugend von entscheidender Bedeutung sei.

Das Geld sei in jedem Fall gut angelegt und stärke letztlich die heimische Wirtschaft, die auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen sei. Dabei müsse man den raschen Wandel in der Arbeitswelt berücksichtigen. Bisherige Berufsbilder verschwänden mit der Zeit und neue Anforderungen kämen in kurzen Abständen auf den Markt. Zudem nehme die Spezialisierung immer mehr zu. Bestimmte Berufsfelder könnten nicht mehr an allen Schulen angeboten werden; folglich müssten die Schüler oft weite Wege zurücklegen. Der Schulleiter forderte in diesem Zusammenhang eine Lockerung der starren Grenzen der Regierungsbezirke. Man müsse erreichen, dass die Schüler die nächstgelegene geeignete Schule erreichen könnten, auch wenn diese in einem anderen Bezirk liege. Weil dies derzeit noch nicht immer angeboten werden könne, müsse man erleben, dass einzelne Berufe, die oftmals Mangelware seien, von den Jugendlichen nicht mehr gewählt würden.

Vor diesem Hintergrund hob Stadträtin Maria Haucke die Bedeutung des Lehrlingswohnheimes hervor. Ein solches gehöre in der sich schnell wandelnden Welt der Wirtschaft zur Infrastruktur einer Berufsschule. Deshalb solle sich der Zweckverband an dem anstehenden Neubau beteiligen. Kreisrat Peter Barteit sprach das vielfach kritisierte Parkplatzangebot im Umfeld der Luitpoldstraße an. Josef Obermaier argumentierte, dies habe man bei der Stadtortwahl bewusst in Kauf genommen. Schon die rund 150 Beschäftigten der Schule hätten Probleme, einen Stellplatz zu finden. Unter anderem wegen der Nähe des Hauptbahnhofes mit Verbindungen in mehrere Richtungen sei jedoch die Entscheidung gefallen, die Schule in der Luitpoldstraße zu belassen. Eine Tiefgarage hätte der ohnehin schon sehr stark angespannte Kostenrahmen nicht mehr verkraftet.

Fraktionsvorsitzende Ruth Müller zeigte sich abschließend sehr angetan von der Qualität der neu geschaffenen Schulräume und drückte die Hoffnung aus, dass der folgende Bauabschnitt ebenfalls ohne größere Probleme fertig gestellt werden könne. Die neue Landtagsabgeordnete kündigte an, auch auf ihrem neuen Aufgabenfeld werde sie der beruflichen Bildung weiter eine gesteigerte Aufmerksamkeit schenken.

Bildunterschrift:

Den schönen Blick vom Dach der neuen Berufsschule auf die Silhouette der Stadt Landshut wollte Schulleiter Josef Obermaier den Kommunalpolitikern der SPD mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller (Mitte) nicht vorenthalten.

 

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