Franz Leneis inmitten von Gratulanten bei seiner Geburttagsfeier
Sein 85.Lebensjahr vollendete Franz Leneis, der über Jahrzehnte hinweg im kommunalpolitischen und Vereinsleben aktiv gestanden ist. Deshalb besuchten den Jubilar am Montag viele Gratulanten, darunter auch 2.Bürgermeister Helmut Maier für die Markgemeinde Altdorf sowie 3.Bürgermeister Georg Wild und Vorsitzender Hans Seidl für den SPD-Orts-verein. Zuvor hatte schon Bürgermeister Franz Kainz seine Glückwünsche dem Jubilar schriftlich zukommen lassen.
Der weit über seinen Heimatort hinaus bekannte Jubilar gehörte 36 Jahre lang dem Altdorfer Gemeinderat an, bevor er 1996 auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Insgesamt sieben Jahre war er auch dritter Bürgermeister. “Ich habe Franz Leneis stets als einen sachlichen und verantwortungsbewussten Mitstreiter in der Kommunalpolitik erlebt”, lobte Altbürgermeister Josef Sehofer bei diesem Gratulationsbesuch den Jubilar.
Über Jahrzehnte engagierte sich Franz Leneis auch in mehreren Ortsvereinen. So hat er sich als Gründungsvorstand beim Anglerverein hervorgetan. Zeitweilig stand er auch als zweiter Vorsitzender dem DJK-Sportverein vor.
Für die SPD kandidierte der Jubilar bereits 1960 für den Gemeinderat. Dort erlebte er die Bürgermeister Hans Brandstetter, Sebastian Preißer und Franz Wilhelm. Franz Leneis hat unbeirrt seinen Weg beschritten und für kommunale Belange gekämpft. In dieser Hinsicht war er für viele Jüngere ein Vorbild.
Ein nie ermüdender Kämpfer für Natur und Umwelt war Franz Leneis im Gartenbauverein Altdorf. So war er seit Jahrzehnten bis 2001 auch zweiter Vorsitzender dieses Vereins. Das Engagement des Jubilars für mehr Grün in Altdorf war schon sein Markenzeichen. Er war es, wie es Gartler-Vorsitzender Josef Deifel formulierte, der den ersten “Tag des Baumes” im Raum Landshut durchsetzte.
Auch der Heimat- und Museumsverein Altdorf verdankt dem Jubilar sehr viel. Die Gründung dieses Vereins ist mit ein Verdienst von Franz Leneis. Er warb als amtierender Kommunalpolitiker nachhaltig für den Ankauf des denkmalgeschützten Museums “Adlhoch-Haus”, das heuer auf sein 15jähriges Bestehen zurückblicken kann.
Insgesamt fünfzig Jahre gehört Franz Leneis bereits der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Ortgruppe Altdorf, an. Auch der Krieger- und Soldaten-kameradschaft Altdorf und dem Rauchclub “Wolkenstemmer” hält der Jubilar schon seine langjährige Treue.
Für seinen Einsatz in der kommunalen Selbstverwaltung wurde Franz Leneis bereits mit der kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet. Seine Heimatgemeinde hat den Jubilar mit der Bürgermedaille in Gold geehrt. Vielfältige Ehrungen und Auszeichnungen erhielt Franz Leneis auch schon von Vereinen, denen er angehört.
In der Zeit seines erlebnisreichen Lebens hat Franz Leneis auch die Höhen und Tiefen Deutschlands hautnah miterlebt. Als ehemaliger Sudetenländer, der in Hniemitz bei Pilsen das Licht der Welt erblickte, wurde er schon 1943 zu den Waffen gerufen und in Frankreich eingesetzt. Dort geriet er in die englische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser konnte er nicht mehr in seine angestammte Heimat zurückkehren.
Altdorf wurde für Franz Leneis und seine Familie zur zweiten Heimat. Als Elektromeister war er bis zu seinem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand bei der OBAG beschäftigt. Im Jahre 2004 musste der Jubilar seine geliebte Frau Ellionor zu Grabe begleiten.