Baufortschritt bei der Berufsschule begutachtet

Kreistagsfraktion

v. l. n. r.: Alexander Stigler, Ruth Müller, Hans Zistl-Schlingmann, Franz Göbl, Holger Breitung und Gerhard Langner

Stadt und Landkreis Landshut investieren viel Geld in die Berufsschulen

„Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung ist schon eine logistische Herausforderung“, machte Baudirektor Hans Zistl-Schlingmann beim Besichtigungstermin der Landkreis-SPD an der Berufsschule deutlich. Anhand der Pläne zeigten Zistl-Schlingmann und Holger Breitung vom Bauleitungsbüro Simon auf, in welche Bauabschnitte der Neubau und die Sanierung der Berufsschule an der Luitpoldstraße unterteilt sind. Derzeit befinde man sich im Bauabschnitt 1 – der Neubau des Traktes entlang der Luitpoldstraße, in den dann die Bereiche Gastronomie, Bäckerei, Metzgerei, sowie die Verwaltung, die BOS und Bauberufe einziehen werden. Lange habe es gedauert, bis eine endgültige Entscheidung für den Neubau der Berufsschule gefallen sein, erinnerte Kreisrat Franz Göbl, der auch Mitglied im Berufsschulzweckverband ist. Nun müsse man die Schule so ausstatten, dass ein hohes Ausbildungsniveau über Jahre hinaus garantiert werden kann. Von den rund 80 Millionen Euro, die für den Neubau der Berufsschule eingeplant sind, werden deshalb auch rund 18 Millionen Euro in die Ausstattung der Klassen- und Fachräume fließen, so Zistl-Schlingmann. Stellvertretender Bürgermeister Gerd Langner aus Niederaichbach wollte wissen, in welchem Maße die Firmen aus der Region von der Baumaßnahme profitieren. Rund 75% des Auftragsvolumens gehen in den niederbayerischen Raum, erfuhren die Besucher der SPD auf der Baustelle. Alexander Stigler, der sich noch an seine Berufsschulzeit erinnern konnte, war sich sicher, dass es für die Berufsschüler und –schülerinnen ein enormer Ansporn sein werde, in einem modernen und neuen Gebäude lernen zu dürfen.

Bei einem Rundgang durch die Baustelle erläuterte Holger Breitung, dass die Baustelle so ausgelegt sei, dass gleichzeitig bis zu 140 Arbeitskräfte arbeiten können. Der Zeitplan ist eng gesteckt – es müsse „Hand in Hand“ gearbeitet werden, denn schließlich wolle man im Juni 2013 den ersten Bauabschnitt bezugsfertig übergeben.

Zu Beginn des 2. Bauabschnitts müssen dann Abbruchmaßnahmen an den anderen Häusern vorgenommen werden. Klassen werden in ein Gebäude an der Porschestraße ausgelagert und Container im Stadtpark aufgestellt. Die gesamte Baumaßnahme wurde auf fünf Jahre ausgelegt – in diesem Zeitraum finden dann auch die Sanierungen der bestehenden Gebäude statt. Insgesamt werden rund 136.000 m³ umbauter Raum mit einer Hauptnutzfläche von ca. 16.000 m² neu gebaut oder saniert, wartete Zistl-Schlingmann mit einigen Zahlen zu diesem Bauprojekt auf. Eine vergleichbare Baumaßnahme dieser Größenordnung habe es seit dem Bau des Klinikums in Landshut nicht mehr gegeben.

Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller bedankte sich für den informativen Baustellenrundgang und versprach, im nächsten Frühjahr wieder vorbeizukommen, um den Baufortschritt zu verfolgen. Den ausführenden Unternehmen und Handwerkern wünschte sie eine weiterhin unfallfreie und gut gelingende Bauzeit.

Foto: Ein Blick vom Dach der Berufsschule über Landshut - wenn der Neubau abgeschlossen ist, wird dieser Blick wohl nicht mehr möglich sein.

 

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