“Auch Kommunalpolitik braucht Vertrauen”

Presse

3.Bürgermeister Georg Wild und stellv. Landrätin Christel Engelhard mit weiteren Kandidaten beim Wahl-Info-Abschluss

“SPD-Parteilose Wähler” beendeten Wahl-Info-Versammlungen mit Veranstaltung in Pfettrach
Die “SPD-Parteilosen Wähler” hoffen bei der Marktgemeinderatswahl auf ein in etwa gleiches Ergebnis wie vor sechs Jahren. Mit diesem Wunsch eröffneten Ortsvorsitzender Hans Seidl (SPD) und Sabine Wimmer (PLW) gemeinsam die letzte Info-Versammlung vor der Kommunalwahl. An diese Erwartung knüpfte auch 3.Bürgermeister Georg Wild an, der meinte, dass diese Zuversicht wegen der von der CSU nicht eingehaltenen Verspre-chungen durchaus berechtigt sei.

Diese letzte Info-Versammlung auf kommunaler Ebene im “Alten Schulhaus” nutzte Georg Wild auch dazu, darauf hinzuweisen, was die CSU-Bürgermeister vor sechs und zwei Jahren versprochen haben: “Ein Investor für ein Thermalbad stehe bereit, die geothermale Fernwärme wird spätestens bis 2013 geliefert und mit der Grundschulsanierung wird in dieser Wahlperiode begonnen”. Und was ist davon realisiert?
Die CSU hat gegen die Stimmen von SPD-PLW auf die Bewerbung um das inzwischen in Ergolding stehende Landkreis-Gymnasium verzichtet, erwähnte Georg Wild. “Das war eine fundamentale Fehlentscheidung, die noch Jahrzehnte nachwirkt”, gab der Kommunalpolitiker zu verstehen.
“Von hoffnungsvollen Gesprächen mit Banken, die kurz vor dem Abschluss stehen”, hat selbst Bürgermeister Helmut Maier vor zwei Jahren den Finanzierungsstand für das geothermale Fernwärme-Vorhaben beschrieben, erinnerte Georg Wild. Nach seinen Worten wird mit solchen Aussagen die “Glaubwürdigkeit in Frage gestellt” und statt dessen die “Politikverdrossenheit” geschürt.
Georg Wild erklärte, inzwischen weiß man, dass im überschaubaren Zeitraum alljährlich 1,5 Millionen Euro aus Steuermitteln für dieses Vorhaben benötigt werden. Mit der Feststellung, “Wir müssen nun ab-warten, was die Banken zu einem kleinen Fernwärmenetz sagen”, schloss der Kommunalpolitiker dieses die Bürgerschaft bewegende Thema ab.
Dem “drohenden Sterben von Ortsfeuerwehren” kann, so der Altdorfer FFW-Vorstand Peter Grohmann, nur entgegengewirkt werden, wenn diese ehren-amtliche Hilfsorganisation ausrüstungstechnisch und baulich immer gut aus-gestattet ist. Diese Feststellung traf er vor dem Hintergrund der Mit-teilung, dass sich die Eugenbacher Feuerwehr ein zweckmäßiges Haus wünscht. Auch Herbert Hämmerl, Pfettracher Feuerwehrkommandant, appellierte an die Kommunalpolitik, trotz knapper Finanzen die Orts-feuerwehren nicht zu vergessen.
Die seit Jahren angekündigte Sanierung der Grundschule ist ins Stocken geraten. Mit diese Aussage griff Georg Wild ein weiteres drängendes Problem auf. Die Marktgemeinde hofft nun, aus diesem Planungsauftrag herauszu-kommen und statt dessen eine Ausschreibung in mehreren Abschnitten vor-nehmen zu können. Auch die Sanierung von Ortsstraßen ist, wegen des Fernwärmenetzes, zeitlich zurückgestellt worden. Auch hier steht die Marktgemeinde vor einem hohen Finanzierungsbedarf.
Auf die Kreisaufgaben kam die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard zu sprechen. Nach ihrer Überzeugung ist die Bewältigung des “demographischen Wandels” in den kommenden Jahren die größte Herausforderung in einer älter werdenden Gesellschaft. Weiter will sie, wenn die Wähler ihr vertrauen, das Ehrenamt aufwerten, die bäuerliche Landwirtschaft stärken und die Wirtschaftsförderung intensivieren, damit die Jugend auch künftig in der Heimat eine Chance hat.

 
 

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