ARGE 60plus: "Stadt und Landkreis sind gefordert"

Presse

Walter Müller, Alex Seitz, Gerhard Wick, Patricia Steinberger, Ruth Müller, Maria und Rolf Haucke, Jochen Dybdahl-Müller

Gemeinsame Mobilitäts- und Klimaschutz-Konzepte notwendig

„Gemeinsam die Herausforderungen meistern“. Unter diesem Leitsatz stellten sich die Landtagsabgeordnete Ruth Müller und die Landshuter Stadträtin Patricia Steinberger, die Landrätin beziehungsweise Oberbürgermeisterin werden wollen, gezielten Fragen des Moderators Rolf Haucke und der Zuhörer. Dabei stehen übereinstimmend ein Mobilitäts- und ein Klimaschutz-Konzept gemeinsam für Landkreis und Stadt vorrangig auf dem Plan. „Ein ÖPNV-Ticket von jährlich 365 Euro muss auch in unserer Region möglich sein“, meinte die Landtagsabgeordnete.

Bei dieser Versammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ im Landshuter AWO-Saal, die deren Vorsitzender Gerhard Wick eröffnete, zeigte sich dieser davon überzeugt, dass die „Große Koalition“ in Berlin mit einer guten Halbzeitbilanz aufwarten konnte. Die Einigung auf Einführung einer Mindestrente sei das herausragendste Ergebnis. Weiter warnte der Arge-Vorsitzende davor, sich von Hetzparolen irritieren zu lassen. „Eine Demokratie lebt von Kompromissen“, gab Gerhard Wick zu verstehen, der auch eine Jahresbilanz für die Arge vortrug.

In einer über einstündigen Moderation versuchte Rolf Haucke, von Ruth Müller und Patricia Steinberger die Antworten zu ihren Politik-Zielen im Falle ihrer Wahl in das angestrebte Mandat zu erhalten. Das „Aufeinander-Zugehen“ von Landkreis und Stadt haben beide Kandidatinnen im Fokus. „Jede Kommune braucht die andere“.

Für Landshut sieht Patricia Steinberger die Notwendigkeit, die Stadt finanziell wieder auf stabilere Beine zu stellen. „Derzeit ist Landshut Bittstellerin bei Regierung“. Und nach Meinung der OB-Kandidatin braucht deshalb Landshut mehr Gewerbe. Dazu brachte Ruth Müller auch die Forderung für eine „Zukunfts-Konferenz“ ins Gespräch, die klären soll, wohin sich der Landkreis entwickeln soll. Bei dieser Klärung muss auch die Jugend mehr als bisher eingebunden werden. „Wir können nicht darauf vertrauen, dass in der Region eine Vollbeschäftigung mit der heute noch gut ausgelasteten Automobil- und Zuliefer-Industrie in der Zukunft gesichert werden kann“.

Auch im Wohnungsbau muss in Landshut und in deren Umlandgemeinden mehr investiert werden, waren sich beide Kandidatinnen einig. Insbesondere fehlt es hier an bezahlbarem Wohnraum. Hierbei beklagte Patricia Steinberger, dass zwar eine städtische Wohnungsbaugesellschaft jetzt bestehe, aber Erfolge hier noch nicht erkennbar seien. Für die OB-Kandidatin muss in der „Ochsenau“ ein neuer Stadtteil entstehen. Anderenfalls kann der angespannten Wohnungs-Nachfrage nicht wirkungsvoll abgeholfen werden.

Und schließlich sahen sich die beiden Kandidatinnen auch mit dem aktuell brisanten Thema „Gewalt gegen Frauen“ konfrontiert. Sie hielten der Bayerischen Staatsregierung vor, zu wenige Finanzmittel für Frauenhäuser bereitzustellen. Das aus dem Jahre 2016 stammende Gutachten sei bis heute nicht umgesetzt worden, erklärte Ruth Müller. Das ist nach ihren Worten bedauerlich. „Gewalt vererbt sich in der Familie“. Deshalb appellierten beide Kandidatinnen an die Wähler, die Politik nicht nur den Männern überlassen zu wollen. Vielmehr müssen die Frauen auch dort sein, wo die Entscheidungen getroffen werden.

 
 

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