Moderne Mobilität für den Landkreis Landshut

Verkehr

SPD-Kreisvorstand informierte sich über Car-Sharing-Konzepte und E-Mobilität

Gleich zwei Anbieter von elektrobasierten Car-Sharing-Konzepten hatten die Mitglieder des SPD-Kreisvorstands in der letzten Sitzung zu Gast: Die Essenbacher Bürgerenergiegenossenschaft bietet das „Genomobil“ an und das Landshuter Unternehmen „ecobi“ hat in Landshut bereits einige Fahrzeuge zur Nutzung stehen. Auf der Landshuter Umweltmesse sei sie mit beiden Anbietern ins Gespräch gekommen, so die Kreisvorsitzende Ruth Müller, MdL und man habe sich entschlossen, den SPD-Kommunalpolitikern und -kommunalpolitikerinnen beide Konzepte vorzustellen, um sie für den Einsatz von E-Mobilität und Car-Sharing in ihren Kommunalparlamenten vor Ort zu sensibilisieren.

Martin Hujber von der Bürgerenergiegenossenschaft machte deutlich, dass die Intention sei, ein E-Mobilitätskonzept anzubieten, das regenerative Energien nutzt und Umwelt und Ressourcen schont. Ausserdem wolle man den Genossenschaftsmitgliedern die Möglichkeit bieten, den Einstieg aus dem Ausstieg vom Verbrennungsmotor in der Praxis zu testen. „Unsere Autos sind der ideale Ersatz für ein Zweitauto bei Familien, die auch beruflich nicht mehr regelmäßig auf die Nutzung von zwei Autos angewiesen sind“, so Hujber. In der Energiegenossenschaft sind derzeit über 600 Mitglieder registriert und die Genossenschaft betreibt demnächst drei Autos in Essenbach und Niederaichbach. Mit einigen Kommunen sei man im Gespräch, das Genossenschafts-Angebot auch auszuweiten. „Es ist auch ein Mythos, das die E-Autos eine zu geringe Reichweite haben“, so Hujber. Mittlerweile seien Reichweiten von 200 - 250 Kilometer für ein Mitteklassefahrzeug durchaus üblich. Allerdings gelte es auch, die Lade-Infrastruktur auszubauen, die aber derzeit noch sehr teuer sei.

Diese Einschätzung konnten auch Gökce und Ejder Cengiz bestätigen, denn in Landshut gibt es derzeit nur sechs Ladesäulen. Die „Ecobi-Autos“ werden zurzeit an vier Standorten in und um Landshut angeboten: Zwei Autos stehen am Bahnhof, ein Auto in Altdorf und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut habe man ein studentenfreundliches Nutzungskonzept entwickelt, um E-Mobilität und Car-Sharing für die Studierenden zu ermöglichen. Derzeit sei man dabei, für ein Wohnbauprojekt in Ergolding ein Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner zu entwickeln, das unkompliziert im Haus genutzt werden kann. Ein weiteres Projekt sei es, gemeindeübergreifende Bürgerbusse auf Car-Sharing-Basis anzubieten, um Vereinen oder Seniorenbeauftragten gemeinsame Fahrten zu ermöglichen. „Die Diskussionen um die Dieselaffäre werden sowohl die E-Mobilität als auch die Car-Sharing-Konzepte beschleunigen“, ist sich der stellvertretende Kreisvorsitzende Sebastian Hutzenthaler sicher. Und die positiven Erfahrungen, die die Nutzerinnen und Nutzer mit den Car-Sharing-Konzepten und der E-Mobilität machen können, werden sicher dazu beitragen, das Interesse und die Nutzung zu verstärken. Der Gedanke: „Ich mache in Zukunft nichts falsch, wenn ich mir ein E-Auto kaufe“, wird wohl auch eine entscheidende Rolle spielen“, so Ruth Müller.

 

 

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