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Unterbezirkskonferenz der SPD AG 60plus in Altdorf

Veröffentlicht am 03.05.2012 in Presse

“Niedrige Renten führen zu mehr Altersarmut” - SPD-Senioren sehen Ursachen in prekären Arbeitsverhältnissen
Rolf Haucke bleibt “60plus”-Vorsitzender
Als politische Interessenvertretung für Senioren sieht sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft “60plus”. Gerade bei Senioren wird, so übereinstimmend Rolf Haucke und die Bezirksvorsitzende Bruni Irber, ehemalige Bundestagsabgeordnete, ein stetiger Weg in die Altersarmut registriert. Dazu würden mehr prekäre Arbeitsverhältnisse wie Geringverdiener-Jobs, Leiharbeit und Honorarbeschäftigungen sowie an die Geldentwertung nicht mehr angepasste Rentenerhöhungen beitragen.

Bei dieser am 17. April im Altdorfer Gasthaus “Frauenbauer” anberaumten Unterbezirkskonferenz der SPD-Arbeitsgemeinschaft lehnte Rolf Haucke erneut das spätere Renteneintrittsalter ab. “Wer zeitlebens gearbeitet hat, sollte weiterhin ohne Abstriche mit 65 Jahren in die Rente gehen können”. Das wäre, so der Arge-Vorsitzende, bei wesentlich mehr Vollzeitarbeitsplätzen auch künftig möglich. Statt dessen werden solche Arbeitsplätze für qualifiziertes Personal abgebaut. Als Beispiel nannte Rolf Haucke den IBM-Konzern, der Personal entlässt und dann über Internet-Plattformen anbietet.
“Die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft stellt uns zweifelsohne vor neue Herausforderungen”, betonte Rolf Haucke. Dies dürfe aber keinesfalls dazu führen, dass der “Generationenvertrag” aufgekündigt werde. “Gerade in Zeiten von Finanz- und Währungskrisen hat sich die staatliche Rentenversicherung bewährt”. Deshalb müsse alles getan werden, um ein ausreichendes Rentenniveau zu sichern.
Im Vorfeld der anstehenden Neuwahlen dankte Rolf Haucke den vier Vorstandsmitgliedern Mariele Beck, Karl Blechinger, Gerd Dohnke und Heribert Rauscher, die sich nicht mehr zur Wiederwahl stellten, für ihre mehrjährige Mitarbeit. “Sie haben sich für die Belange der Senioren eingesetzt”, lobte Rolf Haucke deren Einsatz.
In ihrem Grußwort an die versammelten Senioren gab die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard zu verstehen, dass eine gute Jugendpolitik auch eine gute Seniorenpolitik sei. “Eine herausragende Schul- und Berufsausbildung erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verhindert damit später ein Abgleiten in die Altersarmut”. In diesem Zusammenhang verwies die Kommunalpolitikerin auch auf die großen Investitionen des Landkreises in seine Schulen.
Die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König erneuerte das Bestreben der SPD, bereits frühzeitig den Kindern die Chancen in unserer Gesellschaft zu sichern. Deshalb seien ausreichende Betreuungsplätze insbesondere für Kinder aus Migrations- und bildungsferner Familien erforderlich.
Die Bezirksvorsitzende Bruni Irber, die über die Seniorenpolitik referierte, skizzierte zunächst die Alltagsprobleme der älteren Mitbürger. Sie nannte hier die Vereinsamung, mehr gesundheitliche Beschwerden und oft auch zu geringe Altersbezüge. Einen großen Reformbedarf sieht die ehemalige Abgeordnete bei der Pflegeversicherung. Deshalb sollten, so ihre Forderung, die derzeitigen Überschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung für die Pflege verwendet werden.
Im Verlauf ihrer Ausführungen plädierte Bruni Irber für die Einführung einer “Bürgerversicherung” statt den derzeit kaum mehr überschaubaren Versorgungswerken. Weiter meinte die Bezirksvorsitzende, viele Pflegeeinrichtungen müssten saniert und damit ein zeitgemäßer Standard erhalten werden. Ebenfalls sollten weitere Pflegestützpunkte in Bayern geschaffen und die Pflegeberufe aufgewertet werden. Und schließlich müsste auch eine neue Einteilung der Pflegestufen für eine verbesserte Pflegesituation vorgenommen werden.
Die turnusgemäß fällige Neuwahl für die SPD-Arbeitsgemeinschaft “60plus” im Raum Landshut, ebenfalls ein Tagesordnungspunkt dieser Konferenz, erbrachte dann folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Rolf Haucke. Zu seiner Stellvertreterin wurde Inge Lermer gewählt. Beisitzer sind: Otto Janak, Horst und Ute Kubatschka, Wolfgang Mürdter, Bernd Neupert, Horst Rauchenecker, Manfred Röhrig, Wolfgang Schmidt, Franz Stocker und Anneliese Winbeck.

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