SPD-PLW Markt Altdorf

Statt mehr nun weniger vom Brutto

Veröffentlicht am 16.03.2011 in Presse

Ehrung von Ella Schönsteiner durch Hans Seidl im Beisein von Christel Engelhard und Michael Kapfhammer

Beim mittlerweile schon traditionellen Fischessen des SPD Ortsvereins Altdorf wurden die gebrochenen Versprechen der schwarz-gelben Regierung auf Bundes- und Landesebene diskutiert.
Trotz hochkarätiger Konkurrenz durch den Fraktionsvorsitzenden der SPD Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier in Landshut war die Veranstaltung des Ortsvereins gut besucht. Für 40jährige Mitgliedschaft in der SPD wurde bei diesem Anlass Ella Schönsteiner durch Hans Seidl im Beisein von Christel Engelhard und Michael Kapfhammer geehrt.

“Viel versprochen, aber wenig gehalten”. So beschrieb SPD-Orts-vorsitzender Hans Seidl die Landes- und die Bundespolitik. Dabei erinnerte der Kommunalpolitiker an den einstigen Wahlslogan der beiden Regierungsparteien CSU/CDU und FDP, den Arbeitnehmern “mehr Netto vom Brutto” zukommen zu lassen. Statt dessen spüre heute jeder Arbeitnehmer höhere Abzüge und auch höhere Belastungen durch die teuerer werdende Energie.
Das schon traditionelle Fischessen der Altdorfer SPD fand, trotz des hohen Besuchs in Landshut, auch diesmal am Aschermittwoch im Gasthaus “Frauenbauer” statt. Ortsvorsitzender Hans Seidl nahm hierbei auch die Gelegenheit wahr, Ella Schönsteiner für ihre 40jährige Treue zur SPD auszuzeichnen. Hierbei ermunterte der Marktgemeinderat die Geehrte, auch künftig aktiv das Vereinsleben bereichern zu wollen.
Für mehr soziale Gerechtigkeit warb Hans Seidl in seinen nachfolgenden Ausführungen. “Arbeitnehmer müssen für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten”, forderte der Ortsvorsitzende, wobei er insbesondere die Fehlentwicklungen in der Leiharbeit kritisierte. Ebenfalls prangerte er die ungleiche Belastung der Arbeitnehmer und Rentner bei der Erhebung der Krankenversicherungsbeiträgen gegenüber den Arbeitgebern und Renten-kassen an.
Recht kritisch äußerte sich die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard zur Einführung des “E10-Benzins”. Die Autofahrer sind hier verunsichert. “Die Berliner Regierungskoalition will die Einführung dieses Sprits trotz großer Bedenken durchdrücken“. Die Kommunalpolitikerin erinnerte daran, dass schon 2008 der damalige Umweltminister Siegmar Gabriel auf den Rat von Fachleuten gehört und auf die Einführung dieses Sprits verzichtet habe.
Den Landkreis Landshut sieht die stellvertretende Landrätin auf einem guten Weg. Der Bau eines neuen Gymnasiums in Ergolding sei nun auf einem alternativen Grundstück geplant. Die Kommunalpolitikerin bedauerte, dass die sture Haltung des Kultusministeriums eine zweizügige gebundene Ganztagsschule verhindert und damit die Zukunftsfähigkeit dieses neuen Gymnasiums erheblich beeinträchtige.
Der Neubau beziehungsweise die Sanierung der beruflichen Schulen stelle den Zweckverband (Stadt und Landkreis) vor große Aufgaben, führte Christel Engelhard weiter aus. Nach ihren Angaben gehe es hier auch darum, den Standortfaktor “Berufsschulen und Berufsoberschule” auf Dauer attraktiv zu erhalten.
Die Kreiskrankenhäuser bieten, so Christel Engelhard, ihren Patienten eine optimale ärztliche Versorgung. Auch die Bauarbeiten für die Altdorfer Nord-Umgehung sind inzwischen wieder aufgenommen worden. “Wir hoffen, dass es hier nicht zu einem nochmaligen Baustopp kommt“.
Das schon 2008 im Koalitionsvertrag besiegelte Versprechen von CSU und FDP, ein “kostenfreies Kindergartenjahr” in ganz Bayern einzuführen, ist bis heute nicht realisiert worden, beklagte Marktgemeinderat Michael Kapfhammer. Auch mit der “Bayerischen Schulpolitik” sind, wie der Kommunalpolitiker anmerkte, viele Eltern nicht zufrieden. “Auf der einen Seite fehlen Lehrer, auf der anderen Seite werden gut ausgebildete Lehrer nicht angestellt”.
In seinen Informationen zur Kommunalpolitik verwies Michael Kapfhammer auf die geplante Sanierung der Hauptschule und der Grundschule mit Teilerneuerung. Der schon erkennbare Neubau der “Hirschauer”-Brücke stößt, wie der Kommunalpolitiker berichtete, teils auf Unverständnis in der Bevölkerung. Nach seinen Angaben zielt aber vorrangig der Neubau auf einen besseren Hochwasserschutz ab.

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