Bei ihrer Berichterstattung (v.l.) Hans Seidl, Georg Wild und Simon Rückl Der befristete "Wärme-Rabatt" bis Ende Dezember 2011 sowie Informationen zu kommunalen Investitionen standen im Mittelpunkt der Monatsversammlung des SPD-Ortsverein Altdorf.
Die Werbung für den Aufbau der geplanten Fernwärme-Versorgung im Marktgebiet Altdorf muss verstärkt werden. Dies wünscht sich 3.Bürgermeister Georg Wild, um einen ausreichenden Wärmeabsatz zu erreichen. Mit den bis jetzt beantragten Hausanschlüssen ist die kommunale Gesellschaft noch nicht am Ziel.
Bei dieser SPD-Versammlung am Mittwoch im Gasthaus “Frauenbauer” ermunterte Vorsitzender Hans Seidl die Hauseigentümer dazu, das geplante Vorhaben “Fernwärme-Versorgung” jetzt schon mit einem Anschluss-Antrag unterstützen und gegebenenfalls auch einen “Wärmevorkauf” vornehmen zu wollen. “Mit dem Anschluss-Antrag sollte nicht bis zu der Erteilung der zweiten Bohrgenehmigung auf dem Ziegeleigelände gewartet werden”.
Den befristeten “Wärme-Rabatt” von einem halben Jahr kostenloser Fernwärme gibt es nur für Antragstellungen bis Ende Dezember dieses Jahres, erinnerte Georg Wild. Weiter teilte er mit, dass die Bedingung für eine Mindestabnahme von Fernwärme gestrichen worden ist. Die Bauabschnitte für das Fernwärmenetz werden, wie der Kommunalpolitiker erwähnte, erst vor Beginn des Netzaufbaues bekanntgegeben. Außerdem sieht Georg Wild, angesichts der großen Investitionssumme, den Bedarf für einen “wirtschaftlichen Berater”.
Auch über das kommunale Baugeschehen im Marktgebiet informierten Marktgemeinderatsmitglieder. So finden laut 3.Bürgermeister Georg Wild im Baugebiet für das neue Fachmarktzentrum nördlich des Verkehrskreisels der LA26 (Nordumgehung) derzeit die archäologischen Untersuchungen statt. “Die termingemäße Fortführung dieser Baugebietserschließung ist zweifelsohne von der winterlichen Witterung abhängig”.
Die Sanierung der Hauptschule schreitet zügig voran, führte Georg Wild weiter aus. Nach seinen Angaben wird auch am Hochwasserschutz an der unteren Pfettrach in Altdorf weiter gebaut. Mit der neuen “Hirschauer”-Brücke, die inzwischen dem Verkehr übergeben worden ist, wird auch die Fortführung des Hochwasserschutzbaues am Oberlauf der Pfettrach ermöglicht.
“Die von vielen Bürgern erhoffte Verkehrsentlastung auf der Altdorfer Ortsdurchfahrt (Kreisstrasse LA 26) rückt nun in greifbare Nähe”, teilte stellvertretender Fraktionssprecher Michael Kapfhammer mit. Die neue “Gstaudacher Brücke” kann bereits befahren werden. Die vom Kreistiefbauamt beauftragte Baufirma hat noch im November mit dem Erdaushub für die Umgehungsstrasse begonnen, auf deren Trasse die archäologischen Untersuchungen schon abgeschlossen sind.
Den SPD-Antrag, im Wertstoffhof verlängerte Öffnungszeiten während der Sommermonate anzubieten, hat die Mehrheit des Verkehrs- und Umweltausschusses abgelehnt, berichtete Michael Kapfhammer. Nach seiner Überzeugung wäre dieses Angebot für die vielen Eigenheimer durchaus sinnvoll gewesen.
Mit der in Deutschland eingeleiteten “Energie-Wende” sind, wie Markt-gemeinderat Simon Rückl berichtete, auch viele Windkraftanlagen notwendig. Nach seiner Mitteilung werden derzeit mögliche Standorte für solche Anlagen im Marktgebiet Altdorf geprüft und dann im Flächennutzungsplan festgeschrieben.
Ein von vielen Bürgern mit großer Sorge wahrgenommenes Thema griff Josef Sehofer auf. So hat nach seiner Auffassung die europäische Staatsschulden-Krise auch das Vertrauen der Bürger in den Euro schwer erschüttert. Der Altbürgermeister erinnerte daran, dass die einstige CDU/CSU-FDP-Regierung unter Kanzler Helmut Kohl die Einführung des Euro zugesagt habe, um die Zustimmung Frankreichs zur Wiedervereinigung zu erkaufen. Damit sollte die exportorientierte Überlegenheit Deutschlands neutralisiert werden. Das ist, so Josef Sehofer, nicht eingetreten, so dass die vertraglich schwach ausge-handelte Gemeinschafts-Währung, trotz immer neuer Beschlüsse, im überschaubaren Zeitraum nicht zur Ruhe kommen wird.