Gelungene Integration wird vor Ort gemacht

Kreisvorstand

Freuen sich über die Spenden des SPD-Kreisverbands: Dr. Hamdi Louati (5. v. r.) und Annelies Huber (6. v. r.)

Landkreis-SPD überreichte Spende an das Haus International

„Integration braucht Teilhabe. Integration bedeutet klare Regeln und Grenzen. Sie ist eine dauerhafte Aufgabe für die Gesellschaft“, fasste es die Kreisvorsitzende Ruth Müller beim Besuch des Haus International am Orbankai zusammen. Dass Integration auch keine Einbahnstraße ist, zeigten die Sozialdemokraten aus dem Landkreis bei ihrem Besuch vor Ort. Der politische Kirchweihsonntag 2010 stand ganz im Zeichen der Integrationsdebatte und die SPD hatte zur Talkrunde Dr. Hamdi Louati vom Haus International eingeladen. Die Einnahmen dieses Tages spendete die SPD dem Haus International für seine Bildungsarbeit.

Annelies Huber stellte bei einem Rundgang die vielfältigen Aufgabenbereiche des Haus International vor. Integrationskurse, Sprachstammtische und Familienberatung finden dort statt aber auch Hausaufgabenhilfe für ca. 100 Kinder im Jahr. Während die Sprachkurse stattfinden, werden die Kinder betreut, damit sich die Eltern ganz auf den Spracherwerb konzentrieren können, informierte Annelies Huber. Für Flüchtlinge und Asylbewerber bietet das Haus International Beratung und Vermittlung von Jobangeboten an und sorgt auch für die fachkundige Betreuung traumatisierter Flüchtlinge. Gemeinsam mit Zivildienstleistenden, Praktikanten und rund 60 ehrenamtlichen setze man sich für die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Schule und Beruf sowie für die gesellschaftliche Integration im Sinne eines gleichberechtigten Zusammenlebens ein, ergänzte Vorstandsmitglied Mustapha Al Maana.

Kultur ist eine Brücke zur Integration, deshalb finden zahlreiche Projekte im Rahmen der interkulturellen Begegnung statt. Die Rochuskapelle biete hier hervorragende Möglichkeiten, um Musik und Ausstellungen zu präsentieren.
Im Café International diskutierten anschließend die Mitglieder der Kreisvorstandschaft bei türkischem Tee über Integration als Selbstverständlichkeit. Ziel müsse es sein, „die Mauern in den Köpfen einzureißen“, formulierte es die stellvertretende Kreisvorsitzende Kerstin Schanzer. Der Kitt einer Gesellschaft sei der soziale Zusammenhalt und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe, stellte Dominik Karl aus Velden fest. Ob die soziale Gesellschaft, ob Integration gelinge, entscheide sich in erster Linie vor Ort – in den Städten und Gemeinden und dieser Aufgabe müssten sich die politisch Verantwortlichen stellen, so Vilsbiburgs stellvertretender Bürgermeister Hans Sarcher.

Wir Sozialdemokraten stehen für ein weltoffenes und tolerantes Klima ein, das unseren Vorstellungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens entspricht. Deshalb müsse das Motto „Vielfalt statt Einfalt“ heißen und hier habe man gemeinsam noch eine weite Wegstrecke zurückzulegen, formulierter Florian Riemer als Vertreter der Jusos die Aufgaben für die Zukunft. Im Rahmen der Aktion „Lichterkette gegen Rechts“ werden sowohl die SPD als auch das Haus International, vertreten sein und so auf dem begonnen Weg der Zusammenarbeit wieder ein Stückchen gemeinsam vorankommen.

 

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