Für bessere Vernetzung mit Stadtbussen

Verkehr

Ingrid Eberl (vorne links) vom Landratsamt Landshut stellt die Rahmenkonzeption vor.

Rahmenkonzeption des Nahverkehrsplanes im Landkreis Landshut bei SPD vorgestellt

Im Landkreis Landshut wird derzeit an der Konzeption des Nahverkehrsplans gearbeitet. Die SPD im Landkreis hatte zur Vorstellung der Leitsätze und des Konzepts Ingrid Eberl vom Landratsamt Landshut eingeladen, um in einer großen Runde über die Möglichkeiten des ÖPNV im ländlichen Raum zu diskutieren.

In städtischen Gebieten kann der ÖPNV ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen, denn Parkraum ist knapp, die Führerscheinquote der unter 26jährigen sinkt und intelligente Buchungssysteme mit Smartphones sind in manchen Städten bereits an der Tagesordnung.

Im ländlichen Raum zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der demographische Wandel wirkt sich durch sinkende Bevölkerungszahlen negativ aus. Für den Landkreis Landshut ist zwar noch eine leichte Zunahme der Bevölkerungszahlen prognostiziert, allerdings beschränken sich diese auf die Altersgruppe der über 65jährigen, erläuterte Ingrid Eberl. Bei den Schülern gebe es spürbare Abnahmen, wie auch die sinkende Zahl der ABC-Schützen zum aktuellen Schuljahresanfang gezeigt habe.

Ein Großteil des derzeitigen ÖPNV-Angebots im Landkreis Landshut ist dem besteht wegen der Schülertransporte. Hier habe man in den letzten Jahren immer wieder zusätzliche Fahrten eingeführt, um der verstärkten Nachfrage an den Nachmittagen gerecht zu werden. Die Einführung des achtjährigen Gymnasiums mit Nachmittagsunterricht und die Ausweitung des Ganztagsangebots hätten dazu geführt, dass die Schulbuslinien ausgeweitet wurden, konnten Franz Göbl und Ruth Müller aus dem Kreisausschuss bestätigen. Hier wäre es sehr hilfreich, wenn die Schulschluss-Zeiten besser koordiniert wären, damit sich die Wartezeiten für die einzelnen Schüler reduzieren.

Verbesserungsmöglichkeiten beim ÖPNV sahen die SPD-Mitglieder vor allem in einer besseren Vernetzung mit den Landshuter Stadtbussen. Ziel müsse es sein, für Stadt und Landkreis Landshut ein gemeinsames Tarif- und Taktsystem zu entwickeln. Dass dies nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen sei, liege auch an den über 15 verschiedenen Haustarifen der Busunternehmer, die im Landkreis Landshut die Linien fahren, erläuterte Ingrid Eberl.

Bernd Neupert gab als Empfehlung für den ÖPNV mit auf den Weg, in den Leitlinien auch Qualitätsanforderungen zu formulieren, um die Sicherheit im Bus zu verbessern. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft würden auch seniorengerechte Haltestellen, barrierefreie Fahrzeuge und Fahrpläne, die leicht gelesen werden können, zu einer besseren Akzeptanz des ÖPNV-Angebots beitragen, konnte der Bucher Bürgermeister Franz Göbl aus dem Demographie-Projekt seiner Gemeinde berichten.

Dass Leistungen im ÖPNV stets ein Zuschuss-Betrieb seien, sei den Sozialdemokraten im Landkreis Landshut klar. Mit den vorhandenen Mitteln im Landkreis Landshut werde die SPD auch weiterhin die Bemühungen unterstützen, Schülerinnen und Schülern möglichst geringe Wartezeiten zuzumuten. Hier könne sich der Landkreis Landshut – wie andere Landkreise in Bayern auch – eine maximale Obergrenze setzen.

Zukunftsmodelle für die Aufrechterhaltung eines ÖPNV-Angebots in den ländlichen Gegenden seien die Einführung von Anruf-Sammeltaxen, wie sie die SPD-Fraktion beispielsweise vor kurzem in Vilsbiburg besichtigt habe. Hier bedürfe es gemeindeübergreifender Zusammenarbeit und Kreativität, um die Mobilität zu sichern und einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut bedankte sich bei Ingrid Eberl für die interessante Vorstellung der Zusammenhänge des ÖPNV-Systems im Landkreis Landshut.

 

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