Bezahlbar und trotzdem mit Niveau bauen

Kreistagsfraktion

SPD-Kreisräte informieren sich in Vilsbiburg über kommunalen Wohnungsbau

Die Ankündigung der Bayerischen Staatsregierung, „mehr bezahlbaren Wohnraum in Bayern zu schaffen“, haben die Kreisräte der SPD im Landkreis Landshut erfreut zur Kenntnis genommen. Bis zu 70.000 neue Wohnungen sollen so pro Jahr entstehen. Auch im Landkreis Landshut werden bezahlbare Wohnungen knapp und innovative Lösungen, um diesen zu schaffen, sind gefragt. Die SPD-Kreistagsfraktion will hierzu einen Antrag stellen, deshalb hatte stellvertretender Bürgermeister Hans Sarcher nach Vilsbiburg eingeladen, um mit den Experten in Sachen „Genossenschaftliches Bauen“ zu diskutieren.

Vor rund 100 Jahren hatten unsere Vorfahren bereits eine Lösung dazu gefunden, nämlich die Gründung einer „Kleinwohnungsbaugenossenschaft“ im Jahre 1919 in Vilsbiburg, erfuhren die SPD-Kreisräte beim Besuch der Baugenossenschaft Vilsbiburg e. G. von Fritz  Boger und Werner Buchner. Eine Renaissance habe der genossenschaftliche Wohnungsbau 1948 erlebt als im Altlandkreis Vilsbiburg für 17.000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene ein Dach über dem Kopf geschaffen werden musste.

Derzeit gibt es 533 Wohnungen im Eigentum der Genossenschaft, 44 davon sind in Geisenhausen. Die Mietpreise liegen bei 3,20 Euro pro Quadratmeter (Altbestand) bis zu 6,90 Euro pro Quadratmetern im Neubaubereich. Dass der Neubau von Wohnungen in der Hand der Genossenschaft durchaus anspruchsvoll ist, davon konnten sich die SPD-Genossen überzeugen: Der erst 2014 errichtete Wohnblock mit 33 Wohnungen – davon 16 Wohnungen mit Sozialbindung – ist barrierefrei errichtet worden und mit 24 Tiefgaragenstellplätzen ausgestattet. 4,7 Millionen Euro betrug die Investitionssumme und man habe dabei eine „Punktlandung“ hingelegt, wie Geschäftsführer Werner Buchner hervorhob.

„Der Landkreis Landshut mit seiner positiven Bevölkerungsentwicklung spürt auch auf dem Wohnungsmarkt die Auswirkungen der Metropolregion München. Bezahlbarer Wohnraum für Familien mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende oder anerkannte Asylbewerber wird knapp“, stellte die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard fest.

Ruth Müller, die sich in der vergangenen Woche in Bayern ein Bild von der Situation der bayerischen Frauenhäuser in Coburg, Aschaffenburg, Schweinfurt und Erlangen gemacht hatte, konnte dies nur unterstützen. Bayernweit steigt die durchschnittliche Verweildauer der Frauen in den Frauenhäusern an, weil sie keinen bezahlbaren Wohnraum finden, so die Landtagsabgeordnete aus Pfeffenhausen. 

„Der Landkreis Landshut ist bereits Mitglied in zwei Wohnungsbaugenossenschaften“, so stellvertretender Fraktionsvorsitzender Sebastian Hutzenthaler. Es müsse gemeinsam mit den 35 Kommunen ein Konzept erarbeitet werden, wie der genossenschaftliche Wohnungsbau auch in anderen Landkreisgemeinden stattfinden könne. „Bezahlbarer Wohnraum könne so in verschiedenen Gemeinden des Landkreises Landshut entstehen und gleichzeitig eine Wertschöpfung in Zeiten niedriger Zinsen erreicht werden“, so Müller. Die Sozialdemokraten werden einen entsprechenden Antrag im Landshuter Kreistag einbringen, damit im Herbst 2015 das Thema „bezahlbarer Wohraum“ auf die politische Agenda kommt.

 

Foto: SPD-Kreisräte im Gespräch mit Fritz Boger und Werner Bucher zum genossenschaftlichen Wohnungsbau

 

 

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