Anwohner erwarten Entlastung vom Querverkehr

Presse

Ortsbesichtigung beim Bahnübergang Münchnerau mit MdL Bernhard Roos (rechts)

Problematischer Bahnübergang bei Münchnerau – Bebauung verursacht mehr Verkehr

Bessere und mehr vernetzte Verkehrswege sind ein Gebot der Stunde. Dieses Resümee zogen Kommunalpolitiker der Marktgemeinde Altdorf und der Stadt Landshut bei einem Ortstermin nahe des Bahnübergangs „Münchnerauer- / Weiherbach-Straße“ mit dem SPD-Abgeordneten Bernhard Roos. Zuvor hatten sich aber Anwohner der Weiherbach-Straße über die Auswirkungen des enorm ansteigenden Verkehrsaufkommens auf dieser Querverbindung beklagt.

Zweiter Bürgermeister Georg Wild sieht den Anstieg des Straßen-verkehrs auf der zitierten Querverbindung auch durch die städtische Entwicklung in Richtung Münchnerau begründet. „Viele Kunden, Arbeitnehmer und Gewerbetreibende beidseits der Bahnlinie nutzen diese enge und kurvenreiche Querverbindung“, betonte der Kommunalpolitiker. Nach seiner Überzeugung wird nach der Realisierung des zweiten bei Münchnerau geplanten Gewerbegebiets ein weiterer Anstieg des Querverkehrs kommen, obwohl die Anwohnerin Christine Heiß auf jetzt schon täglich 6000 Fahrzeugen verwies.

Die Stadträtin Anja König, die bei dieser Radtour mit ihren Vertretern Patricia Steinberger und Gerhard Wick zu diesem Ortstermin gekommen war, griff die Forderung der Oberbürgermeisterkandidatin auf, einen auf aktuellen Daten beruhenden Verkehrswegeplan zu erstellen. Dazu gehöre auch, die enorme Gefährdung der Radfahrer auf der Weiherbach-Straße miteinzubeziehen. Auch Simon Rückl, der sich in Altdorf während seiner kommunalpolitischen Arbeit mit dem örtlichen Radwegenetz befasst hat, mahnte zu einem großflächigen Plan, der alle Verkehrsteilnehmer berücksichtige.

Der Abgeordnete Bernhard Roos, der auch der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, betrachtet den Bau einer Unter- oder Überführung bei der Münchner Bahnlinie als die beste Lösung, wobei eine Trassierung abseits der Wohnbebauung zwingend geboten ist. Darin pflichtete ihm auch 2.Bürgermeister Georg Wild bei, der meinte: „Wenn ein echter Wille da ist, kann man etwas bewegen“. Dazu gehöre, dass die Kommunen jetzt bereits mit Verhandlungen zum frühzeitigen Grunderwerb beginnen. Da sind aber die Anwohner auf der Landshuter Seite recht skeptisch, die das große kommunalpolitische Interesse vermissen.

Nach Meinung von MdL Bernhard Roos müssen die Kommunen bei ihren Bebauungs- und Verkehrswegeplanungen auch übergeordnete Gesichtspunkte berücksichtigen. „Jede Kommune muss hier auch auf die Fremdwirkung achten“. Nach den Vorstellungen des Abgeordneten müssten auch bei diesem Querverbindungs-Problem die Verantwortlichen von Landshut und Altdorf zu einer schnellen Lösung kommen. Und an diese schnelle Lösung glaubt aber beispielsweise das Anwohner-Ehepaar Johann und Christine Heiß schon lange nicht mehr. Eher befürchtet es eine Verfestigung des vorhandenen „Flickwerks“.

 
 

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