Familien brauchen Bauland oder Wohnungen

Allgemein

Marktgemeinderatsmitglieder (v. l.) Hans Seidl, Christel Engelhard, Sabine Wimmer und Michael Kapfhammer

SPD sieht hier hohen Bedarf –  Ortsstraßen zunehmend sanierungsbedürftig

„Die Bevölkerungsstruktur in der Marktgemeinde ist von einer leider niedrig stagnierenden Geburtenrate und einer erfreulicherweise zunehmenden Lebenserwartung geprägt“. Der SPD-Ortsvorsitzende Hans Wagner erklärte deshalb dazu, dass durch diese Situation auch die kommunale Entwicklung bestimmt ist. Nach seiner Meinung ist deshalb hier die  Wohnungsbau-Politik verstärkt gefragt.

Vor 30 Jahren gab es in Altdorf fast so viele Kinder unter sechs Jahren wie über 65jährige, berichtete Marktgemeinderat Hans Seidl bei einer Zusammenkunft im „Brotzeit-Cafe“ und nach einer vorausgegangenen Ortsbesichtigung. Heute sind etwa viermal so viele Senioren wie Kinder bei diesen beiden Altersgruppen vorhanden. Deshalb muss die Marktgemeinde noch mehr für Familien mit Kindern tun, aber auch mit altersgerechten Wohnungen den Senioren ein langes Verbleiben in der Heimatgemeinde ermöglichen, gab der Kommunalpolitiker zu verstehen.

Die niedrige Geburtenrate in Altdorf hängt, so Hans Wagner, auch mit einem fehlenden Baulandangebot und dem geringen Wohnungsbau zusammen. Damit können sich hier junge Paare und Familien mit Kindern kaum noch ein Eigenheim schaffen oder eine bezahlbare Wohnung anmieten. Der SPD-Ortsvorsitzende appellierte deshalb an die Marktgemeinde, mittels einer kreativen Grundstückspolitik insbesondere bezahlbares Bauland für junge Familien bereitstellen und Investitionen für altersgerechte Wohnungen ermöglichen zu wollen.

Der Bau von Geschoss- und von Sozialwohnungen bietet sich auf dem offenen Gelände zwischen Altdorf und Altdorf-Süd an, merkte Hans Wagner an. Nach seinen Worten habe der SPD-Ortsverein bereits vor einigen Jahren dieses Thema aufgegriffen, aber bis heute sind hier keine erkennbaren Fortschritte erkennbar. „Nach Bauland wird tagtäglich gefragt“, stellte er resümierend fest.

Einen Nachholbedarf sehen die SPD/PLW-Marktgemeinderäte, wie 2.Bürgermeister Georg Wild betonte, auch beim Straßenunterhalt. Die Marktgemeinde muss hier im nächsten Jahrzehnt viel Geld für Straßensanierungen ausgeben. Das sind nicht nur die Erneuerung von Brücken und aktuell der Bahnhof-Straße, die heuer auf dem Tiefbauprogramm stehen.

Eine Aufarbeitung des in Altdorf zumindest vorerst gescheiterten Geothermie-Vorhabens wird, so Georg Wild, erst nach einer Prüfung durch den „Bayerischen kommunalen Prüfungsverband“ möglich sein. Der SPD-Ortsverein hat bereits eine entsprechende Antwort von dieser Prüfinstitution erhalten. Ein verwertbares Ergebnis wird hier nicht so schnell vorliegen, mutmaßt der 2.Bürgermeister.

Wenig Handlungsspielraum hat heuer die Marktgemeinde bei der Aufstellung des Haushaltsplans, erklärte die SPD/PLW-Fraktionsvorsitzende Sabine Wimmer. Die größte Herausforderung ist hier die Grundschulsanierung. Nach ihren Worten ist die Ausgangslage im Jahre 2020 noch schwieriger, weil dann das Ergebnis der 2018 überbezahlten Schlüsselzuweisung voll auf die Steuerkraftzahl „durchschlagen“ und somit zu einer höheren Kreisumlage und zu einer noch geringeren Schlüsselzuweisung führen wird.

 
 

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