„Gerechtigkeitslücke auch bei Löhnen“

Presse

Rolf Haucke referierte bei der SPD-Arge „60 plus“

SPD-Arge-Vorsitzender Rolf Haucke sprach vor Senioren

„Es kann doch nicht sein, dass in einem der reichsten Industrieländer die mit unserem Geld wirtschaftenden Banker das 100-fache einer Fachkraft verdienen, denen wir die Pflege unserer Angehörigen anvertrauen“. Mit dieser Aussage beschrieb Rolf Haucke, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“, die von vielen Menschen als ungerecht empfundene Entlohnung. Dabei erinnerte er daran, dass die SPD für die vergangenen vier Jahre durchaus Erfolge vorweisen könne, diese „Gerechtigkeitslücke“ zu schließen.

Zu dieser Veranstaltung im Landshuter AWO-Saal hieß Rolf Haucke politisch recht interessierte Senioren aus der Stadt und dem Landkreis Landshut willkommen, darunter den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Horst Kubatschka sowie die Altbürgermeister Gerhard Babl (Velden) und Josef Sehofer (Altdorf). Einleitend meinte der Arge-Vorsitzende, angesichts des Bundestags-Wahlergebnisses müsse die SPD wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren. Die Menschen müssen das Gefühl bekommen, wieder am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben zu können.

„Ohne die SPD wird es keine überzeugende Politik für Arbeitnehmer, Rentner und Familien geben“, meinte Rolf Haucke. Deshalb müsse das Verweilen in der Opposition dazu genutzt werden, tiefgreifende „Gerechtigkeits-Reformen“ zu ihrer Politik zu erklären. Die oft kritisierte „Agenda 2010“ müsse der Vergangenheit angehören.

Nachdrücklich verteidigte Rolf Haucke auch den von der SPD durchgesetzten Mindestlohn. Hierbei kritisierte er aktuelle Initiativen, diesen Mindestlohn durch den Wegfall von Aufzeichnungen auszuhöhlen. „Wer die Arbeitszeit nicht dokumentieren will, will nicht weniger Bürokratie, sondern mehr Ausbeutung“. Weiter vertrat er die Auffassung, dass damit eine drohende Altersarmut nicht verringert, sondern eher noch verfestigt werde.

Die als Rednerin angekündigte, aber kurzfristig erkrankte Landtagsabgeordnete Ruth Müller hat, wie Rolf Haucke zitierte, ihm einen Bericht über aktuelle landespolitische Themen zukommen lassen. Hier nannte er die Sicherung der hausärztlichen Versorgung auf dem flachen Land, die Wiedereinführung des neunjährigen Regel-Gymnasiums und die Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaues. „In allen diesen Politikfeldern lässt die CSU-Landesregierung nötiges Engagement vermissen“.

Seine Ausführungen fasste Rolf Haucke mit der Forderung auf eine Rückbesinnung auf sozialdemokratische Themen zusammen. Dazu gehören Glaubwürdigkeit und der Einsatz für die Menschen, die sich tagtäglich in einer immer hektischer werdenden Arbeitswelt behaupten müssen.

 
 

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